Buchtipp

Und dann noch die Liebe
von Alexander Oetker

François, Mitte dreissig, arbeitet in Brüssel als freischaffender Journalist. Im Jahr 2015 sorgen Terroranschläge, die Finanzkrise und Flüchtlingslager in Griechenland für aufregende Zeiten. Da trifft er Agápi. Sie ist so wahrhaftig, so unbeschreiblich anders als alles, was er je erlebt hat. Kann es eine Liebesgeschichte geben, in so turbulenten Zeiten in einer derart auseinanderbrechenden Welt? Er ist verliebt, er ist aber auch Berufsmann, und genau diese Tatsache lässt ihn einen Fehler begehen. Er verliert Agápi, reist ihr nun nach. Er begibt sich auf die Reise, doch in Griechenland trifft er auf das Elend der Flüchtlinge und eines Landes, das einfach nicht mehr kann. Hat er noch eine Chance oder ist alles zu spät?

Fazit: Eine Welt in Aufruhr und auf der Flucht, in der Vergangenheit wie im Heute!
Alexander Oetker schreibt hier keine simple Liebesgeschichte, nein, er verdichtet Weltgeschehen über die Generationen hinaus. Auf einer Ebene lernen wir den Protagonisten François und seine kühle, kalkulierende Welt der Berichterstattung kennen, auf der anderen Seite erfahren wir von Generationen zuvor, welche den 2. Weltkrieg überlebten. In der Gegenwart ist es nicht besser, irgendwie ist das Glück und die Liebe nicht immer vereinbar. Ich mag Liebesgeschichten, die neu geschrieben werden nur selten, aber diesen Roman habe ich verschlungen, denn es geht dem Autor um weitaus mehr als nur die Liebe in dieser Welt in Aufruhr, oder etwa doch nicht?

Manuela Hofstätter / lesefieber.ch / buchbon.ch

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