Buchtipp

In der Nacht hör‘ ich die Sterne
von Paola Peretti

“Der Baron auf den Bäumen” von Italo Calvino ist Mafaldas Lieblingsbuch. Sie ist neun Jahre alt und weiss, dass sie bald erblinden wird. Der Stargardt-Nebel, der ihr das Sehen immer mehr raubt, schreitet in ihrem Fall besonders schnell voran. Mafalda schreibt heimlich an Cosimo, den Baron im Baum. Bevor alles in der grossen Dunkelheit verschwinden wird, wird Mafalda zu Cosimo in den Kirschbaum klettern. Sie besorgt sich heimlich Dinge für ihr Leben auf dem Baum. Mafalda hat eine riesige Angst vor der grossen Dunkelheit. Sie findet aber gute neue Freunde in der Hausmeisterin Estella, dem Kater Ottimo Turcaret und dem coolen, wilden Filippo. Wenn er mit Mafalda auf dem Schlitten einen Schneehang herunter rast oder sie herausfindet, dass er ein begabter Klavierspieler und Musiker ist, dann sind das die Momente, in welchen sie beide fühlen können, dass sie etwas ganz Besonderes füreinander empfinden. Mit Filippo kann Mafalda Tränen vergiessen im Lachen wie im Weinen.

Fazit: Ein famoser Kater, ein echter Freund, die beste Hausmeisterin der Welt und ein richtig starkes Mädchen!
Paola Peretti lebt selber mit der Augenkrankheit namens Stargardt-Nebel, sie hat sich dazu entschlossen, diesen Roman um das Mädchen Mafalda zu schreiben und damit macht sie sicherlich viele Menschen sehr glücklich. Dies ist einer dieser Romane mit Figuren, in welche man sich auf der Stelle verliebt und mit einer Geschichte, die so richtig ans Herz geht und zudem macht diese fabelhafte Geschichte Mut und bringt uns die ganz wichtigen Themen im Dasein vor Augen. Freundschaft, die sieht man nämlich nicht mit den Augen, man fühlt sie, wie so vieles andere auch. Die Autorin unterrichtet Flüchtlingskinder und schreibt hoffentlich weiter. “In der Nacht hör ich die Sterne” ist in über 20 Sprachen übersetzt worden, gut so, denn dieses Buch macht glücklich!

 

Manuela Hofstätter / lesefieber.ch / buchbon.ch

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