Buchtipp

Wir sehen uns beim Happy End

von Charlotte Lucas

Emilia Faust, Ella, lebt in Hamburg gemeinsam mit ihrem Liebsten. Endlich hat er ihr einen Heiratsantrag gemacht. Ella schreibt überaus erfolgreich einen Blog namens “Better Endings“, ihr Hauptthema ist es, Bücher und Filme, welche nicht gut enden umzuschreiben. Sie verpasst ihnen gekonnt ein Happy End. In Ellas Leben auf jeden Fall läuft zur Zeit alles gut, einzig in der Vergangenheit hat sie auch ihre eigene Lebensgeschichte ein klein wenig umgeändert und dies weiss niemand. Dann findet einen schrecklichen Brief und die Wahrheit ist, dass ihr zukünftiger Mann sie betrogen hat, er streitet dies auch gar nicht ab. Hals über Kopf verlässt Ella das Haus. Ella überrennt in dieser Nacht einen Mann, nach dem üblen Sturz findet sie lediglich seine Schuhe und seine Geldbörse. Ella ist von Schuldgefühlen geplagt. Was wenn sie diesem Fremden ernsthaft verletzt hat? Ella fährt zur Adresse des Fremden. Das Haus ist in einem desaströsen Zustand, dieser Herr Oscar de Witt scheint ein komischer Mann zu sein. Ella geht ins Spital und gibt sich dort als Oscars Schwester aus. Oscar de Witt hat einen Gedächtnisverlust erlitten, Ella will ihm helfen, erstens ist sie ihm das schuldig und zweitens hat sie zurzeit kein Zuhause mehr. Nach und nach findet Ella heraus, was das Leben Oscar de Witt angetan hat und nun hat Ella eine Mission, sie will ein Happy End für Oscar und ist sich sicher, dann bekommt auch sie eines. Tatsächlich scheint der Treulose zu leiden, er möchte Ella zurückerobern, so scheint das Happy End in greifbarer Nähe …

Fazit: Tatsächlich eine Happy End Story! Charlotte Lucas ist das Pseudonym der Autorin Wiebke Lorenz und unter diesem präsentiert sie hier ihren zweiten Roman, der alles bietet, was man sich von einer Liebesgeschichte nur wünschen kann. Aber “Wir sehen uns beim Happy End” wartet auch mit zwei berührenden Lebensgeschichten auf und mit etlichen anderen bewegenden Themen. Wunderschön auch, zu lesen, dass eine grosse Freundschaft wieder belebt und gelebt werden kann. Dieser Roman lässt wahrlich filmreif leiden, bangen und hoffen und ist eine süffige Lektüre mit der richtigen Dosis Tiefgang.

 

Manuela Hofstätter / lesefieber.ch / buchbon.ch

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