Buchtipp

Fahrplanmässiger Aufenthalt
von Franz Hohler

Wenn Franz Hohler seiner Freude darüber, wie schön die Schweiz ist, Ausdruck verleiht, dann springt dieses Glücksgefühl sofort auf uns über. In der Firmengeschichte von Bally zeigt sich, wie die Brüder Bally schon damals gegen Ende des 19. Jahrhunderts einen Teil der Produktion ins Ausland verlagert hat, wegen hoher Importzölle. Eine Amsel wird im Garten begraben. Während das Enkelkind verkündet: “Das gehört halt zur Natur”, ist dem Grossvater das Herz schwer, denn vielleicht hätte gerade diese Amsel besonders schön gesungen. Autorenfotos sind eine heikle Sache. Einfach ungünstig ist das, wenn der eine Autor dem anderen ähnelt, ein einheitliches Foto könnte da doch Abhilfe schaffen. Und zu guter Letzt: Wussten Sie, dass Zürich in Argentinien liegt?

Fazit: Zum Glück ist er gerne Dichter!
Ja, es ist ein grosses Werk, welches Franz Hohler den Generationen schenkt, und er ist immer noch frisch, neugierig, humorvoll, poetisch, philosophisch und ganz klar in politischen Haltungen. Franz Hohler vertritt diese immer, es ist seine Menschlichkeit, die ihn für mich auszeichnet. Manchmal neigte ich dazu, ihn als ewigen Moralapostel etwas zur Seite schieben zu wollen, doch in unserer Zeit bin ich dankbar, haben wir ihn, beständig, wichtig und genau richtig. Dieser Geschichtenband zeigt aufs Vortrefflichste, was wir an ihm haben, einen sicheren Wert, einen so präzisen wie humorvollen und immer auch selbstironischen Meister.

 

 

Manuela Hofstätter / lesefieber.ch / buchbon.ch

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