Buchtipp

Jemand wie du

von Xavier Bosch

Gina verliert in Barcelona bereits als neunjähriges Mädchen ihre Mutter. Manuel tut alles für seine Tochter, doch die junge Studentin Gina hat einen unstillbaren Lebenshunger, welcher immer mehr mit des Vaters Meinungen kollidiert und sie zieht aus. Gina verspürt eine ungeheure Sehnsucht nach ihrer Mutter Paulina. Manuel ist nicht bereit, seiner Tochter mehr zu erzählen. Doch Gina forscht nach und kommt der absoluten Liebesgeschichte im Leben ihrer Mutter auf die Spur. Alles begann mit einer Reise von Paulina zu ihrer Cousine nach Paris. In Paris begegnete sie Jean-Pierre und sie verbrachten die fünf schönsten Tage ihres Lebens miteinander. Doch Paulina kehrte zurück in ihr Familienleben, warum nur? Gina forscht immer weiter, bis sie schliesslich vor der Galerie von Jean-Pierre in Paris steht, der mittlerweile im Ruhestand weilt. Immerhin, Gina hat seine Adresse und findet den Mann, der das Leben ihrer Mutter erfüllt hat. Gina und Jean-Pierre ahnen beide noch nicht, dass sie sich in ihren Gesprächen noch mehr Erfüllung schenken werden.

Fazit: Die Liebe zu Büchern und das Glück der wahren Liebe.
“Ich habe das Gefühl, dass BücherLesen die einzige Art ist, der Fantasie ein bisschen freien Lauf zu lassen”. Dieser schöne Satz steht in diesem Roman gemeinsam mit vielen weiteren leidenschaftlichen Aussagen rund um die Liebe zum Lesen, zu den Büchern und der Kraft, die nur von einer grossen Liebe ausgehen kann. Die Lebensgeschichten der Protagonisten in diesem Roman funkeln und zeugen vom prallen Leben mit all seiner Willkür. Doch die Liebe und die Geschichte von Jean-Pierre und Paulina ist so klar und ergreifend, sie erwärmt das Herz und hat eine Schönheit, dass man gerne ein wenig weinen mag beim Lesen. Tatsächlich eine passende Lektüre für den Frühling.

 

 

Manuela Hofstätter / lesefieber.ch / buchbon.ch

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