Buchtipp

Peter und Greti
von Amanda Wettstein

Peter und Greti sind ein Paar, welches die Liebe füreinander durch das ganze Leben begleitet hat. Peter leidet still, denn Greti ist dement und es stehen zwei Operationen an. Vollnarkosen sind natürlich ein Risiko im Alter und bei Demenz. Greti hat Angst, die bange Frage, ob sie nun ins Heim müssen, ist für sie genauso schlimm wie die Angst vor den Spitalaufenthalten. Das Glück ist an ihrer Seite, die Operationen verlaufen optimal. Peter wacht an Gretis Seite, alle im Spital sind bewegt von ihnen als Paar. Trotzdem sehen sie sich gezwungen, in ein Heim zu ziehen. Dort gelingt es dem Paar dann auf seine ganz eigene Art Zufriedenheit und Glück beizubehalten. Sie treffen auf Freunde und blühen gemeinsam noch einmal auf.

Fazit: Junge Autorin mit liebevoller Achtung gegenüber dem Alter. Welch ein Debüt!
Amanda Wettstein mit Jahrgang 1996 hat zu Schreiben begonnen, um ihren Grosseltern eine Erinnerung zu setzen. Wir lesen einen tief bewegenden Roman über ein aussergewöhnliches Paar. Amanda Wettstein schreibt stark, humorvoll und achtsam zugleich, es ist eine wahre Freude, dieses Werk zu lesen. Die Achtung vor dem Alter und die schwierige Situation, die durch die Diagnose Demenz entsteht, werden fein und klar geschildert. Die Angst vor dem Heim und dann doch die Einsicht und den Mut, das anzugehen, zeichnen die Protagonisten Greti und Peter aus. Dank ihrer Enkelin sind sie nun hoffentlich für viele Menschen Vorbilder. In meinem Leserinnenherz sind sie jedenfalls unsterblich!

 

Manuela Hofstätter / lesefieber.ch / buchbon.ch

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